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Künstlerischer Hintergrund zum Projekt
Erinnerung, Zeit und Imagination konstituieren die Basis
von Steve Sabellas künstlerischen Arbeiten. Beim
Rückblick auf seine vorhergehenden Projekte, die seit
Mitte
der neunziger Jahre in sechs Soloausstellungen
gezeigt wurden, wird dies klar ersichtlich. In allen
Arbeiten ist diese Thematik die Grundlage. Sabella’s
Kunstprojekte bauen aufeinander auf und sind so alle
miteinander
verbunden. Manifestiert wurden die Arbeiten
durch verschiedene fotografische Techniken, sowie
unterschiedlichen Formen der Präsentation.
Steve
Sabella, Selbstporträt 1995
Jerusalem, in dessen Altstadt Sabella aufwuchs, ist die
Inspiration dieser Elemente, selbst wenn Jerusalem zu
Beginn in seinen Bildern nicht direkt gezeigt wurde.
Durch die starke symbolische Bedeutung und Wichtigkeit
wird Jerusalem zu einem problematischen Subjekt, das
jeden Künstler vor die Herausforderung stellt, nicht in
Klischees und Kitsch abzugleiten. Wie auch immer, wer
Sabella’s künstlerischem Schaffen folgt, wird
feststellen, dass Jerusalem seine Arbeiten wie ein roter
Faden durchläuft, ohne dass Sabella dabei in die Falle
der Klischees und des Kitsches läuft. Wie der Künstler
Kamal Boullata einmal schrieb: “..…ein Jerusalem, in
dem er frische Luft einatmet kann.”
Dieser
rote Faden begann 2004 mit dem Projekt: Bis zum Ende –
die Seele des Ortes deutlicher zu werden. Der
Versuch die Erinnerung und die drohende Veränderung des
Ortes festzuhalten, führte ihn an Orte, mit denen er
sich persönlich verbunden fühlt. Dort fotografierte er
und sammelte Steine. Später präsentierte er seine Bilder
auf eben diesen Steinen. In Kan Yama Kan (Es war
einmal) ging er dazu über sich mehr auf den
menschlichen Zustand zu konzentrieren, indem er das
Leben und seine Umgebung in einer breiteren Perspektive
untersuchte. Dies führte zu einer Zusammenarbeit mit
anderen Künstlern.
Seine
Art mit dem Konzept des Erinnerns umzugehen, entwickelte
sich durch eine zusammenhängende künstlerische Vision.
Die Arbeiten als Teil dieser Vision überschreiten nun
ihren Kontext und kreuzen sich mit den ideologischen und
historischen Werten einer ganzen Kultur.
Erinnerung, Zeit und Imagination werden in diesem neuen
Projekt sogar in einem dynamischeren Raum – dem Geist
und der Vorstellungskraft der Menschen- manifestiert. Es
scheint, als ob Sabellas vorhergehenden Arbeiten uns auf
das Projekt Jerusalem im Exil – greifbare
Erinnerungen vorbereiten würden. |